Ich muss sagen die Sendung „Simon vs. Elton“ ist mir ziemlich ans Herz gewachsen und umso mehr war ich erfreut zu hören, dass vor 4 Wochen wieder neues Material gezeigt werden sollte. Jetzt flanieren die Beiden jedoch unter dem Namen „Simon vs. Elton – Die Show“ und vom dem ursprünglichen Konzept ist nicht mehr allzu viel übrig.
10 Gründe, warum „Simon vs. Elton – Die Show“ nicht an das Orginal heranreicht:
Die Moderatorin wirkt moderierend.Extreme körperliche Gewalt ist so nichtmehr möglich
Durch die aufwendig ausgebaute Bühne geht das heimliche Flair des persönlichen Wettstreits verloren
Die Wettbewerbe haben an Einfallsreichtum verloren. Eigentlich macht es keinen Unterschied, ob diese nun von Menschen aus dem Publikum ausgeführt worden wären, oder von unseren achsotollen Comedians.
Die Wettbewerbe ziehen sich nurnoch über wenige Minuten. Somit kann keiner der Beiden sich richtig in die Aufgabe hineinfinden. Spontane Ideen (Fallen, Juckpulver, Abführmittel, …) sind somit nicht ausführbar.
Die einzige Art der Sabotage besteht im gelegentlichen Reinrufen.
Bisher bestand der Reiz der Sendung vor allem durch die Gegensetzlichkeit der beiden Partner. Simons Einfallsreichtum (zwischen Genie und Wahnsinn) gegen Eltons unglaubliche Gelassenheit. In der Show sind die beiden nur in durchschnittlichen Kraft- und Geschicklichkeitsproben zu sehen, welche wohl auch als Aufnahmeprüfung für eine Berliner Kindergang geeignet wären.
Die Zuschauer lenken die Teilnehmer ab. Dies ist zwar von diesen unbeabsichtigt, jedoch führt das dazu, dass die Beiden immer auch darauf fixiert sind, das Publikum zum Lachen zu bringen, als den jeweiligen Konkurrenten fertig zu machen.
Es gibt nicht die Möglichkeit ahnungslose Passanten (z.B. Pizzafahrer oder Reptilienhändler) in die Sendung zu holen und somit die Reaktion von Unbeteiligten einzufangen. (Was ja fast in Richtung Comedy Street ging)
Verschiedene Witterungs- und Tageszeiten können nicht ausgenutzt werden. Es war immer wieder eine Freude den Beiden zuzusehen, wie sie sich gegenseitig um den Schlaf brachten. Sei es durch „günstig“ gestellte Wecker, welche man auf dem Schrank versteckte, oder durch Pfadfinder-Erschrecken-Taktik mittels Taschenlampe-ins-Gesicht-leuchten.
Live-Shows sind zumeist eher mäßig unterhaltsam, da sie leider nicht die Dynamik einer „zurechtgeschnittenen“ Show bieten können.
Meine Lieblingsfolge zum Abschluss:
Ich nehme übrigens gerne Herausforderungen ähnlicher Art entgegen! Seit dem heutigen Beginn der Semesterferien hab ich sogar etwas Zeit dafür…
die ersten Worte von Sänger Thom Yorke beschreiben meine Gefühle während des meines langersehnten ersten Radiohead-Konzertes ganz gut. Endlich Radiohead live sehen! Da macht ein bisschen Regen nicht viel.
Das Ganze fand statt auf der Waldbühne in Wuhlheide, Berlin. Sehr lauschig dort. Eine Freiluft-Konzertmuschel in einem kleinen Waldstück, bequem per S-Bahn zu erreichen. Freundlicherweise war die Fahrt mit den Öffentlichen sogar im Kartenpreis inbegriffen. Um ca. 19h fing die Supportband „Modeselector“ an auf ihren Laptops rumzuhacken. Ganz nette Elektromusik, welche nicht vor allem nicht zu laut aufgedreht wurde, sodass man sich noch unterhalten konnte ohne zu schreien.
Um 21h betraten dann Radiohead die Bühne und legten gleich munter los. Nach den ersten zwei Liedern wollte ich meinen Musikwunsch „You and Whose Army“ schon fast vergraben, da ich nach „15 Step“ und „Airbag“ eine alphabetische Setlist befürchtete. Dem war aber nicht so und ich bekam gleich dannach mit „There There“ mein Lieblingslied serviert. „You and Whose Army“ wurde dann auch im ersten Teil der Zugabe gebracht, wobei Thom direkt in eine Kamera mit Fischauge sang und damit auf einfache Weise eine dem Song gerecht werdende Atmosphäre erzeugte. Beeindruckend war auch die Lichtshow des Konzerts: Etwa 80 lange Lichtschwerter hingen von der Bühnendecke und wurden je nach Song spektakulär in Szene gesetzt. Beispielsweise lief bei „Everything in it’s right place“ der Text durch die Lichtstäbe. Nach 2,5 Stunden war dann aber auch Schluss und wir hatten einen überaus stark zum Scherzen aufgelegten Thom („Do I look stupid?“), einen überaus kindisch herumhüpfenden Colin Greenwood am Bass, einen überaus coolen Phil Selway, einen (für seine Verhältnisse) überaus beweglichen Ed O’Brien und einen überaus multitasking-fähigen Jonny Greenwood erlebt, welcher zeitweise sogar während des gitarrespielens mit dem Gitarrenhals Keyboard spielte. Ein überaus gelungenes Konzert also.
Für alle die es gestern nicht miterlebt haben, die Spielzusammenfassung… (bzw. das, was ich noch rekapitulieren kann)
Deutschland gegen Spanien im Finale der Fußball-Europameisterschaft:
30.Min: Nach schöner Hereingabe vom rechten Flügel überwindet Klose Casillas mit einem schönen Schuss ins lange Eck aus kürzester Distanz. 1:0 Deutschland!
44.Min: Lehmann pariert sensationell einen strammen Schuss von Xavi und rettet die Führung in die Pause
57.Min: Die Spanier machen weiter Druck und scheitern abermals am gut aufgelegten Lehmann
72.Min: Die deutsche Abwehr blockt einen Schuss von Villa, die Situation scheint geklärt. Doch Torres setzt nach und schiebt den Ball am chancenlosen Lehmann vorbei. Es geht in die Verlängerung.
93.Min: Nach einer schönen Kombination auf der Außenbahn ist Schweinsteiger plötzlich im Strafraum und lässt Casillas keine Chance. Die Führung in den ersten Minuten der Verlängerung.
99.Min: Spanien profitiert von einem leichtfertigen Ballverlust von Frings im Mittelfeld, der direkte Gegenstoß führt nach schöner Kombination zum 2:2 durch Xabi Alonso.
115.Min: Die DFB-Elf scheint kaum geschockt und schon läuft Klose nach einem traumhaften Doppelpass mit Podolski auf das spanische Tor zu. Sein Schuss aus 20 Metern landet direkt im Lattenkreuz und bringt die deutsche Mannschaft in Führung.
121.Min: Der namenlose Schiedsrichter pfeift das Spiel ab und Deutschland ist Europameister!
so hat sich das Spiel jedenfalls zugetragen, als ich die tragische Niederlage von Ballack&co nicht wahrhaben wollte und gegen 23h nochmals das Notebook anschmiss um die Partie in ProEvolutionSoccer nochmals nachzuspielen. Wär auch zu schön gewesen… Dann hätte mein Tipp (1:1) auch noch ein imensen Geldsegen beim Schneiderlichen Tippspiel bedeutet!
EM ist vorbei… was mach ich jetzt jeden Tag um 20:45h?
hatte ja schon länger mit dem Gedanken gespielt einen Blog zu eröffnen..
Zuerst dachte ich ja an myspace, da ich dieses furchtbare System schon durch Bandauftritte kannte. Da ich aber niemanden zumuten möchte sich dort anzumelden, um dort unter meinen Oberlieblingsfreunden zu sein oder meine Blogs zu lesen, bin ich nun hier gelandet. Hoffentlich ist das Bloggen hier genauso einfach wie es das Design vermuten lässt.